Was ist das Besondere an der Produktlinie "regional. optimal." der Firma Berger?
"Regional" bedeutet:
- Das Schweinefleisch kommt garantiert aus Österreich, aus der Umgebung von etwa 50 km im Umkreis Sieghartskirchen.
- Das Futter für die Schweinemast kommt ebenfalls aus regionalem Anbau aus Österreich und dem Donauraum, also von maximal 500 km Umkreis. Dies ist eine ganz große Besonderheit von regional. optimal., weil Schweine üblicherweise mit dem eiweißreichen Soja-Schrot aus Südamerika gefüttert werden.
- Schon die gezüchteten Ferkel kommen garantiert aus Österreich.
- Durch die Einbeziehung von Lieferanten der Umgebung wird die regionale Wirtschaft gefördert.
"Optimal" bedeutet:
- Die gewohnte gute Qualität der Schweinefleischprodukte ist mit dieser Fütterung uneingeschränkt gut, unsere Kundinnen und Kunden erhalten aber zusätzlich eine Herkunftsgarantie.
- Die gesamte Erzeugung, vom angebauten Futter über die Tiermast bis zur Verarbeitung in der Fa. Berger ist gentechnikfrei. Das ist - abgesehen vom Bio-Schweinefleisch - erstmalig und einzigartig in Österreich.
- Die Einhaltung der Kriterien wird streng kontrolliert durch die agroVet GmbH.
Warum hat die Fa. Berger die Produkte "regional. optimal." eingeführt?
Erstklassige Rohprodukte waren für uns immer schon selbstverständlich. Mit regional. optimal. gehen wir noch einen Schritt weiter, weil wir damit auch einen Beitrag für unsere Umwelt, für unsere Region, für unsere Zukunft und nachfolgende Generationen leisten können.
Welche Betriebe sind bei regional. optimal. beteiligt?
Derzeit sind acht Mastbetriebe beteiligt, die etwa 200 Schweine pro Woche liefern.
Regional Optimal Mäster (269,28 kB)Das Futter für die Schweine wird von verschiedenen Futtermittelfirmen bezogen, welche den Kriterien entsprechende Futter-Mischungen aus regionalem Anbau herstellen.
Sind regional. optimal.-Produkte teurer als konventionelles Schweinefleisch?
Eiweiß-Futtermittel aus regionalem Anbau sind etwas teurer als der seit Jahrzehnten übliche Soja-Schrot-Import aus Südamerika einschließlich Transport. Der Preis für regional. optimal.-Schweinefleisch ist für unsere Kunden aufgrund der Futtermehrkosten geringfügig höher.
Welche Futtermittel werden konkret für regional. optimal.-Schweinefleisch verwendet?
Hauptfuttermittel ist der im Tullnerfeld und Umgebung geerntete Mais, der aus dem Eigenanbau der Betriebe stammt. Zusätzlich werden im Futter ergänzt: Rapsschrot, Gerste, Weizen, inländische Sojabohnen.
Bedingt durch Ernte- und Preisschwankungen sind jährlich unterschiedliche Zusammensetzungen möglich. Soja-Schrot aus Südamerika kann nicht eins zu eins ersetzt werden, sondern muss durch entsprechende Mischungen ausgeglichen werden.
Warum ist regional. optimal.-Schweinefleisch auch ökologischer und nachhaltiger?
Es ist bekannt, dass Urwaldrodungen für den Soja-Anbau in Südamerika die Umwelt bedrohen und das Weltklima negativ beeinflussen. Der Flächenverbrauch verhindert in Brasilien und Argentinien oft auch die Nutzung des Lands für die Nahrungsmittelversorgung der eigenen Bevölkerung. Dazu kommt der notwendige Transport von Soja-Schrot aus Übersee, mit Schiffen und LKWs quer durch Europa.
Auch die gentechnikfreie Erzeugung ist selbstverständlich ein Beitrag zu einer ökologischen Wirtschaft, viele Kundinnen und Kunden unterstützen dies auch sehr.
Wir haben zu diesen Fragen auch mit der österreichischen Umweltschutz-Organisation Global 2000 sowie mit der Südwind-Agentur zusammengearbeitet.
Wie wird bei regional. optimal. die Einhaltung der Richtlinien kontrolliert?
Für die Kontrolle ist die unabhängige und staatlich anerkannte Kontrollstelle agroVet GmbH beauftragt. Kontrolliert wird in regelmäßigen Abständen bei den Futtermittelfirmen, bei den landwirtschaftlichen Betrieben und in der Fa. Berger, gemäß schriftlich dokumentierten Vorgaben.
Nicht nur die zugekauften Futtermittel, sondern auch der eigene Anbau der Mastbetriebe, der Ferkelzukauf, Mineralstoffzusätze etc. werden geprüft, für alle Warenströme sind schriftliche Eingangs- und Ausgangsdokumente erforderlich. Jeder Mastbetrieb und jede Futtermittelfirma wird in einem Erstverfahren in das Programm regional. optimal. aufgenommen.
Uns ist vor allem wichtig, dass mit der durchgängigen Kontrolle von regional. optimal. das Vertrauen unserer Kundinnen und Kunden noch mehr gewonnen wird.
Was bedeutet gentechnikfreie Erzeugung eigentlich, und was bedeutet das bei Schweinefleisch?
Ganz allgemein bedeutet die Anwendung von Gentechnik, dass bestimmten Organismen auch Gene zugeführt werden, die sie von Natur nicht haben würden. Damit entstehen die sog. gentechnisch veränderte Organismen (GVO).
Die gentechnikfreie Erzeugung von Lebensmitteln unterliegt in Österreich besonderen gesetzlichen Bestimmungen. Einerseits geht es dabei um die Verwendung bestimmter Rohstoffe, andererseits um die Kennzeichnung auf den Produkten.
In der Landwirtschaft und bei der Lebensmittelerzeugung geht es in Bezug auf Gentechnik vor allem darum, Züchtungs- und Produktionsverfahren zu beschleunigen und zu verbessern. Insbesondere gentechnisch veränderte Pflanzen spielen weltweit eine große Rolle.
In der Schweinemast kommt in Österreich und in ganz Europa Soja-Schrot aus Südamerika als Eiweißfutter zum Einsatz. Dieses ist zu einem Großteil gentechnisch verändert (große Anbaugebiete in Brasilien und Argentinien). Bei regional. optimal. werden generell Futtermittel aus der Region und damit kein Soja-Schrot aus Übersee verwendet.
Daher gilt regional. optimal. gemäß den gesetzlichen Bestimmungen als "gentechnikfrei erzeugt", darauf weist auch das Logo hin.
Welche Haltungsvorschriften gibt es bei regional. optimal. für die Tiere?
Jeder unserer Lieferantenbetriebe unterliegt den gesetzlichen Bestimmungen des Tierschutzes, wir haben diese explizit auch in unsere Richtlinien aufgenommen. Die Einhaltung der Bestimmungen wird nicht nur vorausgesetzt, sondern auch zusätzlich kontrolliert.
Unsere Lieferantenbetriebe mästen die Schweine in unterschiedlichsten Stall-Einrichtungen, teilweise mit üblichen Spaltenböden, teilweise in offenen Außenklima-Ställen.
Sind die regional. optimal.-Produkte auch zugleich biologische Produkte?
Nein. Für Bio-Schweinefleisch gelten zusätzliche Auflagen, insbesondere bei der Tierhaltung. Bio-Haltung ist in der Schweinemast noch wenig verbreitet.
Die Fa. Berger führt selbstverständlich auch Bio-Produkte, möchte mit regional. optimal. aber bewusst einen Mittelweg gehen. Das ist für unsere Kundinnen und Kunden auch preiswerter als Bio-Fleisch.
